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Werte-Worte-Taten …

muss ich erst noch mal bearbeiten (Christine)

Ebenso wie der Begriff der Freiheit – als Unverbindlichkeit, Gleichgültigkeit, Beliebigkeit und fehlende Entscheidungsbereitschaft – ein negatives Vorzeichen tragen kann, gibt es natürlich auch eine Form der Abhängigkeit, die durchaus psotiv besetzt ist, da nicht zerstörerisch , sondern sich im Einklang mit dem Leben und Ideal wachsender Fülle udn Entwicklung befindet. Gemeint ist die Abhängigkeit von einem Menschen, zu dem mein Innerstss ja sagt, dem ich mich zutiefst verbunden fühle: „Ein Ja, mit Dir will ich tanzen“, in Freiheit und Verbundenheit Wege finden und gehen. Weil es ekstatisch  ist, weil ich mich mit Dir als Mensch ganz, und ganz als Mann, als Frau fühlen kann und leuchten kann, mich durch Dich weiter und lebendiger fühle. Aber ich würde es in dieser Beziehung dennoch verkraften, ohne mein Leben deshalb wegzuwerfen, wenn Du gehst. Denn in einer solchen Beziehung habe ich mein eigenes Leben, mein unabhängiges Sein, eminen eigenen Stand udn meine Achse nicht aufgeben und weggeworfen, aus der fatlaen Idee heraus, mein Glück allein und ganz in einem bestimmten oder zumindest anderen Menschen finden zu müssen.

Schmerzen weden uns auch in einer freiheitlicheren Art,d en eros zu leben, nicht erspart bleiben. Vielleicht sind sie manchmal in gewisser Weise sogar tiefer, weil die dazugehörige innere Haltung es sich selbst verbieten würde, immer den kurzfristig leichteren Weg zu gehen. Eigenwert und das Gebot des Schutzes innerer Integrität für Aussichten auf eine momentan äußere Erleichterung udn Bedürfnisbefriedigung mit einem anderen Menschen zu ignorieren, zu verleugnen und dadurch nach und nach abzutragen.

Wenn wir die Idee der tänzerischen Achse auf die innere Ebene übertragen, dann ist ein wesentlicher Aspekt davon, dass wir im Leben, in unseren Beziehungen, „integer“ bleiben, uns nicht verbiegen, um etwas Äußeres um jeden Preis zu erlangen. Die Spannung, die entsteht, wenn wir dem Zug zwischen unserer Inneren Mitte und den verschiedenen Subjekten und Objekten der Begierde“ nicht um jeden Preis nachgeben, weist wiederum unübersehbare Parallele zu Haltung und Bewegung im Tango als Tanz auf.

Je mehr sich diese Mitte durch Üben als selbstverständlicher Teil unseres Wesen (re)integriert, desto weniger werden wir um ihren Bestand ringen müssen. Weder unsere äußeren Wünsche werdne uns dann überwältigen können, uns selbst untreu zu werden, korrumpieren zu lassen und zu verraten, noch unsere Ängste und Befürchtungen.

Nur in unserer Mitte erfahren wir innere Führung durch Instinkt und Intuition. Nur wenn wir in unserer Mitte verweilen, erwächst aus dieser Fürhung ein gestärktes Bewusstsein, als ein sinnhaftes übergeordnetes Ganzes, als einer beseelten und intelligenten Kraft, die, wenn wir es nur zulassen, nichts anderes will, als uns so reibungslos wie mögilch dem Ziel usnerer menschlichen Individuation udn Entfaltung entgegenzuführen,:

Die zu werden, die wir eigentlich sind, usner Wesen, unser Bestes hervorzubringen, unsere Einzigartigkeit, und daraus unsere EInbindung zu erkennen, unseren Sinn und Weg.

Auch im Tango kann ich nur tanzen, wenn ich stets zentriert bin, in einer stabilen und nach allen Seiten permante austarierten Achse. Nur so kann die Pole aller Dualitätetn der unvorhersehbaren Tanzbewegung im Gleichgewicht halten – und dadurch michs elbst – indem ich mich in keien Richtung einseitig ziehen lasse.

 

Sartori Essenz, S. 96